BMW-Treffen: PS-starke Automobil-Fans treffen sich in Biblis
Reihenweise
Z-Karossen von Cabrio bis Coupé
Biblis.
Sie wetteiferten mit ihren frisch polierten Blechkleidern geradezu um die Gunst von neugierig gewordenen Blech-Ästhetik-Liebhabern. Leise vor sich hin blubbernd näherten sich immer mehr der 64 angemeldeten "Zettis". Zu einem Zwei-Tage-Treffen hatte sich die Interessengemeinschaft der "BMW Z-Drivers" in Biblis verabredet.
"Es begann vor fast zwei Jahren mit einer Internetseite", berichtete Mit-Organisatorin Melanie Stegmann. Tauschten die Sportwagenbegeisterten anfänglich nur Informationen rund um den bildschönen Roadster aus, folgte schon bald die erste Verabredung zu einer Kolonnenfahrt nach Frankreich. "Bei dieser Gelegenheit haben wir sofort festgestellt, dass die Chemie zwischen uns stimmte", so Stegmann.
Während man weiter den Kontakt im Internet pflegte, wurde schon bald eine Halle in Ludwigshafen-Oggersheim gefunden. Hier werden die edlen Karossen gehegt und gepflegt, aber auch aufkommende Clubgeselligkeit genossen.
In Biblis begrüßte Roland Zobel die Teilnehmer und stellte das ausgefeilte Programm vor. So hatte die BMW-Niederlassung Mannheim den neusten Z4 dabei. Bei Fahrspielen durfte die neue Flunder getestet und in einem Slalomparcours die Straßenlage des Flitzers aus der blauweißen Frühjahrskollektion überprüft werden. Wer sich für die abendliche Party noch besonders herausputzen wollte, durfte sich von einem Tätowierer mit den neusten Trends der Hautbemalung vertraut machen lassen.
Als erster Höhepunkt stand eine gemeinsame Fahrt durch den Odenwald auf dem Programm. Über Einhausen und Heppenheim ging es in Richtung Fürth. Während die Hinterteile der Piloten - und ihren meist weiblichen Beifahrerinnen - direkt im Epizentrum des Blechkleides saßen, trieben die von 340 Pferdestärken angetriebenen Motoren die Roadster und Coupés über die Höhen und durch die Täler des sommerlichen Mittelgebirges.
Eine erste Pause wurde am Marbach-Stausee eingelegt. Über Beerfelden, Affolderbach und Wald-Michelbach wurde Rimbach und die legendäre Bergrennstrecke in Zotzenbach erreicht. Doch hier war der Fahrspaß noch lange nicht zu Ende. Die sich langsam der Juhöhe nähernde Landstraße brachte weiteren motorisierten Hochgenuss. Immer ihrem Roadbuch folgend, in dem auch Hinweise auf stationäre Radaranlagen vermerkt waren, näherte sich die beeindruckende Kolonne seinem vier Stunden ihrem Ausgangsziel in Biblis.
Beim abendlichen Gelage wurden die drei schönsten Modelle mit Pokalen besonders hervorgehoben. Und auch der Teilnehmer mit der weitesten Anreise wurde vom Organisationsteam mit einem Erinnerungspokal bedacht.
"Wir sind ein bunt gemischter Haufen zwischen 20 und 60 Jahren", berichtete Stegmann, die sich schon auf den zweiten Tag des Treffens freute. Angemeldet auf dem Hockenheimring wartete eine Insider-Führung auf die Zetti-Fahrer.
Nicht nur die Mercedestribüne, Boxengasse und Zielgerade sollte dabei genau in Augenschein genommen werden, auch das organisatorische Herz der Rennstrecke, das Mobil-1-Haus, in dem die Zeitnahme und die Rennleitung untergebracht sind, sollte besichtigt werden. Der Besuch des Museums sollte der Zusammenkunft endgültig die Krone aufsetzen.
Fell
Südhessen Morgen
08. Juni 2010